Veranstaltungsdetail

Vorbei ist vorbei? Vergessen – Erinnern – Gedenken in Geschichte und Gegenwart

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Findet Statt

Beschreibung

Das, was wir Geschichte nennen, ist nur ein kleiner Teil dessen, was sich tatsächlich ereignet hat. Aus der Fülle des Geschehenen wählt das kollektive Gedächtnis das aus, was der jeweiligen Zeit wichtig erscheint und was sich in einen sinn- und identitätsstiftenden Zusammenhang bringen lässt. Andere Zeiten können aus anderen Blickwinkeln und Interessen heraus eine andere Auswahl treffen.
Insofern ist das Ausgelassene, das „Vergessene“ oftmals genauso interessant wie das Überlieferte, wobei die Gründe für dieses „Vergessen“ vielfältig sein können: Erinnerungspolitik als Machtpolitik, Verdrängung, aber auch eine Geschichtsschreibung „nach bestem Wissen und Gewissen“, die notwendig zu Auslassungen führt.
Neben grundlegenden Überlegungen zum Thema wird die Fortbildung in einem historischen Längsschnitt verschiedene Ereignisse unter dieser Perspektive betrachten – von der „Damnatio memoriae“, wie sie bereits die Antike kennt, über die unterschiedliche Deutung der Napoleonischen Kriege im Laufe der Zeit bis hin zur Auseinandersetzung über die Rolle der Wehrmacht in den Jahren nach 1945. Letztlich trifft dieses „metahistorische“ Thema den Kern von Gegenwartsbezug und Geschichtsschreibung. Daher werden auch praxisnahe Anregungen gegeben für die Umsetzung im täglichen Unterricht.

Zielgruppe: Geschichts- und Gesellschaftslehrkräfte der Sekundarstufe I und II

Lehrerinnen und Lehrer
Berufsbildende Schule Gymnasium Integrierte Gesamtschule Realschule plus
Sonstige
Geschichte; Sek I; Sek II; Gesellschaftswissenschaften
nein

Organisation

Fortbildung
Dr. Stephan Schüller, Dr. Ralph Erbar, Dr. Falko Bell
ILF - Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung
Mainz
Kurs (mehrtägig)
Dr. Jürgen Kost
Erbacher Hof, Bildungszentrum d. Diözese Mainz
Grebenstraße 24-26
55116 Mainz
04.11.2020
09:30 - 17:00
05.11.2020
09:00 - 17:00

Anmeldung

Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung Mainz
landesweit