Veranstaltungsdetail

Konsum in Zeiten von "Fridays for Future" (Teil 3)

Ökonomische Grundbildung im Fach Sozialkunde aus der Perspektive nachhaltiger Entwicklung

211333Y014
Abgeschlossen

Beschreibung

Teil 3 einer 3teiligen E-Session-Serie

ES GIBT NOCH FREIE PLÄTZE: kurzfristige Anmeldung via david.vogel[@]pl.rlp.de

Das Lernfeld Wirtschaft im Fach Sozialkunde stellt eine der wenigen Gelegenheiten dar, die allen Schülerinnen und Schülern verbindlich eine Einführung in die Grundzusammenhänge der Marktwirtschaft bietet. Von daher kommt diesem Lernfeld im Rahmen der Ökonomischen Bildung ein besonderer Stellenwert zu. Gerade bei der Einführung bestimmter theoretischer Grundlagen der Marktwirtschaft ist aber durchaus auch ein kritischer Blick gefragt - sowohl aus Sicht der modernen Volkswirtschaftslehre als auch aus der Perspektive der nachhaltigen Entwicklung heraus, sind bestimmte Begrifflichkeiten oder Grundannahmen heute in der Diskussion.

Die Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler in den Kampagnen gegen den Klimawandel der letzten Jahre zeigen, dass ein Problembewusstsein und eine Bereitschaft zum gesellschaftlichen Engagement vorhanden sind. Allerdings zeigt sich auch, dass sich in der Lebenswirklichkeit vieler Schülerinnen und Schüler ein Konsumverhalten manifestiert, das gerade dem Anspruch nachhaltiger Entwicklung nicht entspricht.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation haben wir die ursprünglich geplante ganztägige Präsenzveranstaltung zu einer dreiteilige E-Session-Reihe umgewandelt:

Im ersten Teil der Veranstaltung am 21.04. wird Birgit Fink vom Referat für BNE des PL hierzu einen Überblick über die Zielsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung im Fachunterricht und Hinweise zur Umsetzung geben. David Vogel wird für das Fach Sozialkunde entsprechende Hinweise, Unterrichtsbeispiele und Methodenbausteine vorstellen. In dieser Phase steht auch der kollegiale Austausch im Mittelpunkt.

In einem zweiten Teil am 28.04. sollen gemeinsam mit der Verbraucherzentrale RLP verschiedene Module vorgestellt werden, die einerseits die Verbraucherrechte vorstellen, aber darüber hinaus auch eine Reflexion des eigenen Konsumverhaltens anregen und Möglichkeiten des Engagements sowie rechtlichen Regelungsbedarf aufzeigen sollen. Es wird Module zu den Bereichen Nachhaltigkeit (nachhaltiges Design und Reparierbarkeit von Produkten, Nachhaltigkeitslogos, Lieferkettengesetz, Entsorgung) und Online-Shopping (Verbraucherrechte - Reflexion von Fast Fashion/globalem Internethandel) geben. Außerdem werden Kooperationsmöglichkeiten aufgezeigt. Viele Schulen sind bereits im Bereich BNE sehr aktiv. Dass man dies auch sehr gut mit der Ökonomischen Bildung verknüpfen kann, zeigt die Zertifizierung zur "Verbraucherschule" des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Als Good Practice wird eine Schule aus RLP ihr Konzept vorstellen und einen Einblick in die Umsetzung in der Schulpraxis geben (angefragt).

Im dritten Teil am 05.05. stellt Patrick Brehm, Lehrer für Wirtschaftswissenschaften an kaufmännischen Berufsschulen, kritische und im Sinne der Nachhaltigkeit erweiterte Sichtweisen auf klassische Basisbegriffe und Theorien der in Curricula und Schulbüchern kanonisierten Volkswirtschaftslehre vor und zur Diskussion. Damit soll eine Anregung für einen multiperspektivischen Ansatz in der Vermittlung der Grundlagen der Marktwirtschaft aufgezeigt werden. Im Nachgang werden die vorgestellten Materialien zur Verfügung gestellt.

Es ist möglich, sowohl an der gesamten Reihe als auch nur an einzelnen Terminen teilzunehmen. Bitte melden Sie sich entsprechend für die einzelnen Termin gesondert an

Lehrplanbezug/Zielgruppe:
- diese Veranstaltung bezieht sich konkret auf das Lernfeld Wirtschaft im Lehrplan Sozialkunde Sek. I und wendet sich entsprechend an Lehrkräfte des Faches
- darüber hinaus richtet sich die Veranstaltung an alle Lehrerinnen und Lehrer, die im Rahmen des Ökonomie-Unterrichtes bzw. der Beschäftigung mit Verbraucherschutz vertiefte Informationen und Umsetzungsmöglichkeiten für den Unterricht suchen

Inhalte der Fortbildung:
- Grundlagen der Bildung für nachhaltige Entwicklung/Sustainable Development Goals (SDG)

Ziele:
- kritische Hinterfragung der Vermittlung klassischer wirtschaftlicher Grundbegriffe und Theorien
- Aufzeigen von Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen Ökonomischer Bildung, BNE und Demokratieerziehung
- Vorstellung konkreter Unterrichtsmodule und möglicher Kooperationen (Materialien werden im Anschluss zur Verfügung gestellt)

Referenten:
- Birgit Fink, Referat 1.43 BNE - Ökonomische Bildung
- David Vogel Referat 1.33 Gesellschaftswissenschaften - Sozialkunde
- Patrick Brehm, Berufskolleg Elberfeld in Wuppertal
- N.N., Verbraucherzentrale LV Rheinland-Pfalz in Mainz
- N.N., Verbraucherschule (angefragt)

Kooperationspartner:
- Verbraucherzentrale LV Rheinland-Pfalz

Lehrerinnen und Lehrer
Berufsbildende Schule Förderschule Gymnasium Integrierte Gesamtschule Realschule plus
Lehrpläne und Bildungsstandards in den Fächern, Kompetenzorientierung
Bedürfnisse Preisbildung Marktwirtschaft Marktformen Energie Wirtschaftskunde Wirtschaft- und Verwaltung WuV Internet Verbaucherschutz Verbraucherrechte SDG BNE Ökonomie Ökologie Lernen gestalten Demokratiebildung VWL Volkswirtschaft
nein

Organisation

Fortbildung
Birgit Fink, David Vogel, Patrick Brehm
Online
E-Session
Online-Angebote Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz
Online
05.05.2021
15:00 - 16:30

Anmeldung

Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz
Online
30.04.2021