Veranstaltungsdetail

Fachtagung Antisemitismus als Herausforderung für die Politische Bildung

19EF110001
Abgeschlossen

Beschreibung

In Deutschland ist die Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Ideologien und Einstellungen seit dem Ende des 2. Weltkrieges ein wichtiger Bestandteil gesellschaftlicher, politischer und bildungsrelevanter Diskurse. Die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus ist – insbesondere als Erinnerung und Aufarbeitung des nationalsozialistischen Massenmordes an den europäischen Juden – Teil der deutschen Identität und des deutschen Selbstverständnisses.

Doch trotz der massiv gestiegenen Anzahl von antisemitischen Delikten in den letzten Jahren und den weiterhin latent vorhandenen antisemitischen Einstellungen in Teilen der Bevölkerung wird dessen Bedeutung noch oft als wenig relevant eingeschätzt oder sogar bestritten. Einer der Gründe ist, dass der aktuelle Antisemitismus sich nicht nur auf offene Judenfeindlichkeit mit Beschimpfungen oder ähnlichem beschränkt, sondern vor allem auch subtil und zwischen den Zeilen oder als „Israel-Kritik“ zutage tritt.

Für die freiheitlich demokratische Gesellschaft, welche sich zum Schutz und zur Achtung der Menschenwürde bekennt, stellt dieser aktuelle Antisemitismus in der ganzen Breite eine große Herausforderung dar. Es ist deshalb wichtig, die Auseinandersetzung mit dieser Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit zum Inhalt der Politischen Bildung zu machen.

Inhaltlich möchte diese Tagung die verschiedenen Erscheinungsformen des aktuellen Antisemitismus, seine Motive, die Wahrnehmung des Antisemitismus durch die jüdische Bevölkerung sowie Präventionsmöglichkeiten und Gegenstrategien aufzeigen. Wichtig ist hierbei, Antisemitismus nicht nur als historisches Phänomen zu begreifen, sondern seine aktuelle Relevanz zu verdeutlichen und alltägliche Erscheinungsformen zu identifizieren. Um impliziten bzw. versteckten Antisemitismus erkennen und ihm entgegentreten zu können, müssen Stereotype, Umdeutungen von Alltagssprache und vieles mehr erkannt werden.

Hierzu sollen für das pädagogische Tätigkeitsfeld der Lehrerinnen und Lehrer, der Erzieherinnen und Erzieher, der (Jugend-)Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie der Mitarbeitenden in außerschulischen Jugend- und Bildungsprojekten neue Formate, Methoden und Zugänge für den schulischen und außerschulischen Kontext thematisiert werden.

Nähere Informationen können Sie dem angehängten Flyer entnehmen.

Schirmherrschaft:
Malu Dreyer, Ministerpräsidentin

Leitung:
Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz

Michael Sauer, Landesvorsitzender der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung Landesverband Rheinland-Pfalz

Volker Elsenbast, Direktor des Erziehungswissenschaftlichen Fort- und Weiterbildungszentrums in Landau

Lehrerinnen und Lehrer Pädagogische Fachkräfte
Alle Schularten
ÿ
Antisemitismus, Politische Bildung, Gesellschaftliche Bildung, Demokratie, Gesellschaftslehre
nein

Organisation

Fortbildung
Mainz
Kurs (mehrtägig)
Volker Elsenbast
Staatskanzlei
Rhenland-Pfalz
Peter-Altmeier-Allee 1
55116 Mainz
14.02.2019
18:00 - 22:00
15.02.2019
08:30 - 18:00

Anmeldung

Erziehungswissenschaftliches Fort- und Weiterbildungsinstitut
landesweit
18.02.2019