Emotionen im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht
Im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht werden Lehrkräfte unweigerlich mit verschiedenen Emotionen (Ängste, Wut, Scham… ) konfrontiert, z. B. weil der Lerngegenstand selbst emotional aufgeladen ist, weil Konflikte als Teil des demokratischen Prozesses immer Emotionen auslösen, weil die Jugendlichen selbst Emotionen mit in den Lernprozess einbringen. Emotionale Reaktionen bei den Jugendlichen aber auch bei Lehrkräften können zu Verunsicherung oder Überforderung führen. So besteht die Gefahr, dass selbst wichtige Themen vermieden oder nur am Rande behandelt werden. Wann Emotionen in der politischen Bildung positiv auf den Lernprozess wirken und wann die Gefahr der Überwältigung bzw. des Abdriftens in eine reine Betroffenheitspädagogik besteht, sind Themen dieser Veranstaltung.
Nach dem Vortrag von Dr. Annette Petri über "Die Bedeutung von Emotionalität in der politischen Bildung" werden Erfahrungen und Strategien im Umgang mit emotionalisierten Situationen diskutiert. Im Anschluss wird anhand konkreter Methoden ein emotionssensibler Umgang mit diesen Methoden erprobt und reflektiert.
Dr. Annete Petri ist Schulleiterin der Internatsschule Schloss Hansenberg im Rheingau. In Ihrer Dissertation 'Emotionssensibler Politikunterricht. Konsequenzen aus der Emotionsforschung für Theorie und Praxis politischer Bildung' (2018) hat sie sich intensiv mit der Frage nach der Relevanz von Emotionen für die schulische politische Bildung beschäftigt.
Zielgruppen
Lehrerinnen und Lehrer Pädagogische Fachkräfte
Schularten
Berufsbildende Schule Förderschule Gymnasium Integrierte Gesamtschule Realschule plus
Schwerpunkt
Lehrpläne und Bildungsstandards in den Fächern, Kompetenzorientierung