Gemeinsam gegen Ausgrenzung

Eine Fachtagung für Schulleitungen, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte

Die Anmeldung zu den Workshopangeboten kann nur noch vor Ort nach Maßgabe freier Plätze stattfinden.

"Die Obdachlosen", "die Juden", "die Schwulen" – immer dann, wenn Menschen aufgrund eines oft einzigen gemeinsamen Merkmals in Gruppen eingeteilt und diese abgewertet und ausgegrenzt werden, spricht man von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Wenn Menschen aufgrund ihrer zugewiesenen Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe als irgendwie "anders", "fremd" oder "unnormal" markiert werden, dann wird aus "ungleich" sehr leicht auch ein "ungleichwertig". Damit ist die Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auch ein Kernelement rechtsextremer Einstellungen, die sich dort u.a. in Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus, aber auch in Sexismus und Homophobie ausdrücken.
Die Veranstaltung will den Blick der Teilnehmenden für Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit schärfen, um so bei deren Prävention zu unterstützen und die Würde aller Schülerinnen und Schüler und aller Menschen in Schule zu achten. Nach einer Keynote von Prof. Dr. Heitmeyer zum Thema lernen Sie in verschiedenen Workshops spezielle Ausprägungen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit kennen. Weiterhin werden Good-Practice-Beispiele an Schulen in Rheinland-Pfalz vorgestellt.

Workshopangebote:
1. Ableismus in der Schule
2. Antifeminismus und Sexismuns erkennen. Handlungsspielräume eröffnen
3. Antimuslimischer Rassismus in Gesellschaft und Schule
4. Antisemitismus erkennen und begegnen
5. Antiziganismus
6. Queer - na und? Queerfeindlichkeit und Diskriminierungsprävention
7. Schulischem Rassismus professionell(er) begegnen! Wie umgehen mit Anti-Schwarzen-Feindlichkeit?
Zielgruppen
Fachleiterinnen und Fachleiter Lehrerinnen und Lehrer Pädagogische Fachkräfte Schulleitung
Schularten
Berufsbildende Schule Förderschule Gymnasium Integrierte Gesamtschule Realschule plus Grundschule
Schwerpunkt
Lehrpläne und Bildungsstandards in den Fächern, Kompetenzorientierung
Stichworte
Diskriminierung, Rassismus, Intoleranz, Vielfalt, Gleichberechtigung, Demokratiebildung, Demokratiekompetenz, Sozialkunde, Gesellschaftslehre, Religion, Ethik, Philosophie, Schulentwicklung, Gewaltprävention, SoRSmC, Extremismusprävention,

Organisation

Veranstaltungsart
Fortbildung
Fortbildungsart
Tagung
Standort
Mainz
Veranstaltungsort
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Atrium maximum (Alte Mensa)
Johann-Joachim-Becher-Weg 5
55128 Mainz
Termine
10.02.2026 - 10.02.2026
09:00 - 16:15
Module

Module für alle Teilnehmer

Ein Einführungsvortrag von Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer

Prof. Wilhelm Heitmeyer entwickelte im Rahmen einer Langzeituntersuchung das Konzept des Syndroms der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit am von ihm gegründeten Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung. Durch quantitative und repräsentative Einstellungsstudien untersuchte die Forschergruppe unterschiedliche Formen der Abwertung von bestimmten (konstruierten) Menschengruppen. Im Gegensatz zum Extremismusbegriff geht es hierbei also nicht um die Ablehnung des demokratischen Rechtsstaats, sondern um abwertende Einstellungen. Prof. Heitmeyer wird diesen Ansatz, der mittlerweile in den sogenannten Mitte-Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung weitergeführt wird, vorstellen und aktuelle Entwickllungstendenzen aufzeigen. Im Anschluss an den Impuls besteht die Möglichkeit, verschiedene Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in den Workshops vertiefend zu betrachten.

Dozenten: Morrie Kamady Fofana, Pia Hartmann, Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Dr. Johannes Valentin Korff, Ingo Kreußer, Dr. Nico Leonhardt, Ricarda Theiss, Haluk Yumurtaci

Leitung: Evelyn Horst, Eva-Maria Glaser

10.02.2026, 09:00 - 16:15 Uhr

Anmeldung

Veranstalter
Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz
Gültigkeitsbereich
landesweit

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