Ein Einführungsvortrag von Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
Prof. Wilhelm Heitmeyer entwickelte im Rahmen einer Langzeituntersuchung das Konzept des Syndroms der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit am von ihm gegründeten Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung. Durch quantitative und repräsentative Einstellungsstudien untersuchte die Forschergruppe unterschiedliche Formen der Abwertung von bestimmten (konstruierten) Menschengruppen. Im Gegensatz zum Extremismusbegriff geht es hierbei also nicht um die Ablehnung des demokratischen Rechtsstaats, sondern um abwertende Einstellungen. Prof. Heitmeyer wird diesen Ansatz, der mittlerweile in den sogenannten Mitte-Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung weitergeführt wird, vorstellen und aktuelle Entwickllungstendenzen aufzeigen. Im Anschluss an den Impuls besteht die Möglichkeit, verschiedene Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in den Workshops vertiefend zu betrachten.
Dozenten: Morrie Kamady Fofana, Pia Hartmann, Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Dr. Johannes Valentin Korff, Ingo Kreußer, Dr. Nico Leonhardt, Ricarda Theiss, Haluk Yumurtaci
Leitung: Evelyn Horst, Eva-Maria Glaser
10.02.2026, 09:00 - 16:15 Uhr