Religionspädagogische Qualifizierung für pädagogische Fachkräfte an Förderschulen in Rheinland-Pfalz

Teil 1

Für pädagogische Fachkräfte an Förderschulen beginnt im September 2026 eine religionspädagogische Weiterbildung, die im April 2027 mit einem Zertifikat des ILF abschließt.
Im Rahmen dieser Qualifizierung findet eine Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen statt, die sich aus der Tätigkeit an einer Förderschule bzw. dem inklusiven Unterricht und den damit verbundenen theologischen Themen ergeben, z.B.:
- Fragen nach dem Sinn des Lebens, Fragen nach Gott
- Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Auferstehung
- Biblische Botschaft in der Gegenwart entdecken
- Gestaltung von Festen im Jahreskreis
- Berücksichtigung religiöser und weltanschaulicher Vielfalt unter den Schülerinnen und Schülern und im Kollegium
Darauf aufbauend werden religionsdidaktische Ansätze theoretisch erörtert und handlungsorientiert erprobt, insbesondere:
- inklusiv ausgerichteter Religionsunterricht
- Symboldidaktik
- performativer Religionsunterricht
Vor allem stehen dabei Fragen der praktischen Umsetzung im Unterricht im Fokus. Exemplarisch werden die Teilnehmenden religionspädagogische Methoden und Materialien kennenlernen und erproben, z.B.:
- narrative Methoden: Erzählen biblischer Geschichten mit Legematerial, Figuren, Kamishibai, Story Bag
- sinnliche Zugänge für einen ganzheitlichen Unterricht
- Konzepte zum Umgang mit Trauerfällen in der Schule
- meditative und liturgische Elemente
- Erkundung von Sakralräumen
Das erste Modul bietet noch mal eine Besonderheit: Hier wird Elisabeth Buck mit Hilfe ihres Konzepts des Bewegten Religionsunterrichts "hautnah" erlebbar machen, wie Motorik, Sensorik, Emotion und Kognition eine religiöse Symbolbildung in sprachlichen wie nichtsprachlichen Denkprozessen ermöglichen.
Die Kursgruppe bietet einen geschützten Rahmen für
- eigene Erprobung von Übungen und Materialien
- Erfahrungsaustausch
- Reflexion der Methodenauswahl, der Zugangsweisen und ihrer Einsatzmöglichkeiten je nach Alter und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler sowie der Klassenzusammensetzung
- Reflexion der eigenen schulischen Tätigkeit
Religionspädagogische Materialien können vor Ort gesichtet und Kriterien für deren Eignung für die jeweilige Lernsituation erarbeitet werden.
Insgesamt werden die Erfahrungen, Interessen und Bedürfnisse der Teilnehmenden prozessorientiert einbezogen. Um einen informellen Austausch untereinander zu erleichtern, wird eine Übernachtung im Tagungshaus empfohlen.
Die Weiterbildung wird in Kooperation mit den Bistümern Limburg, Mainz, Speyer und Trier durchgeführt. Bei Rückfragen können Sie sich gerne an die Kursleitung wenden.

Termine: 1. Tag jeweils 9:30 Uhr – 18:00 Uhr/ 20:30 Uhr und 2. Tag: jeweils 9:00 - 16:30 Uhr
9./10. September 2026
5./6. November 2026
11./12. Februar 2027
28./29. April 2027
Zielgruppen
Pädagogische Fachkräfte (Schule)
Schularten
Förderschule
Schwerpunkt
Kath. Religion
Stichworte
Katholische Religion, Förderschule

Organisation

Veranstaltungsart
Fortbildung
Fortbildungsart
Kurs (mehrtägig)
Ausbildungsstunden
16.00
Dozenten
Elisabeth Buck, Lisa Kupczik
Leitung
Lisa Kupczik
Standort
Wiesbaden
Veranstaltungsort
Wilhelm-Kempf-Haus, Bildungsstätte der Diözese Limburg
Wilhelm-Kempf-Haus 1
65207 Wiesbaden
Termine
2026-09-09
09:30 - 18:00
2026-09-10
09:00 - 16:30
Module

Anmeldung

Veranstalter
Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung Mainz
Anmeldeschluss
30.06.2026

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